Die Unternehmen in den Depots von ethik haben ein strenges Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen und werden regelmäßig überprüft. Die folgenden Portraits sind typische Beispiele von Unternehmen, die in den ethik-Depots vertreten sind. Eine vollständige Liste der aktuellen Wertpapierbestände senden wir Ihnen auf Wunsch gerne zu. Ausführliche Portraits und Neuigkeiten zu den Unternehmen finden Sie in den regelmäßigen Rundbriefen Neues von ethik. Hier wird auch über Änderungen der Depot-Zusammensetzung aufgrund veränderter Gewinnerwartungen oder Abweichungen der Unternehmenspolitik von den Anlagekriterien berichtet. Produkte und Dienstleistungen.

Horizon Organic ist der größte Hersteller von biologischen Milchprodukten in den USA. Auch nach biologischen Richtlinien erzeugte Fruchtsaftgetränke und Bio-Eier gehören zum Angebot des Unternehmens.
Bereits 1992 stellte Horizon den ersten fettfreien Joghurt her, 1993 wurde Frischmilch in das Angebot aufgenommen. Seit 1995 erweiterte Horizon seine Produktpalette kontinuierlich durch neue Produkte wie Hüttenkäse, Hartkäse, Butter, saure Sahne, Eier oder Zitrusgetränke.
Anfangs wurde die Milch noch von einer Milchkooperative geliefert. 1994 schaffte die Firma sich eine Herde Milchkühe an, um eine eigenständige Milchversorgung zu besitzen. Die Weiterverarbeitung der Milch wird im Auftrag für Horizon in Spezialbetrieben (Käserei, Molkerei, etc.) sowie in speziellen Saftverarbeitungsunternehmen durchgeführt. Horizon bietet heute insgesamt 68 unterschiedliche Produkte an, welche in ca. 7500 Läden verkauft werden. Zu den Abnehmern gehören sowohl Naturkostläden als auch konventionelle Supermärkte.
Das Ziel des Unternehmens besteht darin, einen großen Anteil seiner Produkte am Massenmarkt abzusetzen. Zum einen möchte Horizon seine KundInnen für eine ökologisch ausgerichtete Ernährung sensibilisieren, zum anderen sieht das Unternehmen hier natürlich auch größere Absatzchancen.
Des weiteren möchte Horizon seine »Flying Cow« so bekannt machen, daß es als Label für »biologische Produkte« nationale Anerkennung findet. In einer Lizenzvergabe wurde dieses Label schon an verschiedene Unternehmen für die Kennzeichnung von biologisch kontrollierten Eiern vergeben.
Alle Produkte werden von der Quality Assurance International Inc. auf biologische Herstellungsweise kontrolliert, insbesondere die artgerechte Tierhaltung, der Verzicht auf Hormone und Antibiotika und der Einsatz von biologisch hergestellten Futtermitteln. Einige Produkte sind von der jüdischen Orthodox Union als koscher zertifiziert.
Horizon unterstützt verschiedene soziale und ökologische Organisationen und Projekte. Hierzu gehören z.B. Ausbildungsprogramme für den Biologischen Landbau, der Frauenlauf zur Unterstützung des Brustkrebszentrums oder die Abgabe von Lebensmitteln an gemeinnützige Lebensmittelverteilorganisationen.



Krankheiten auf natürlicher phytologischer und/oder homöopathischer Basis vorzubeugen und zu behandeln, ist das Ziel der französischen Firma Laboratoire Arkopharma. Aus pflanzlichen Rohstoffen stellt sie pharmazeutische Produkte für zahlreiche Krankheitsbilder her, von Schlafstörungen über Hautkrankheiten, Vitamin- und Mineralmangel, Verdauungsproblemen, Rheuma und Atemwegs-Erkrankungen bis hin zu Herz-/Kreislaufstörungen. Arkopharma legt dabei besonderen Wert auf das Bekämpfen der Krankheitsursachen und nicht ihrer Folgen.
Jährlich verarbeitet Arkopharma rund 570 Tonnen pflanzliches Material zu Pflanzenpuder-, Vitamin- und Öl-Kapseln, Tabletten, Ampullen, Flüssigkeiten und Pasten.
Arkopharma besitzt über 950 Produktlizenzen, davon mehr als 250 Produktpatente für Homöopathische Präparate, die teilweise sogar kassenärztlich anerkannt sind. Dabei war Arkopharma eines der ersten Pharmaunternehmen, das 1996 für Homöopathische Medikamente eine Anerkennung der Krankenkassen erhielt!
Die Geschäftstätigkeit von Arkopharma ist ausgesprochen innovativ:
So gelang es ihr, mit Hilfe eines speziellen Verarbeitungsverfahrens Pflanzenpulver herzustellen, das einerseits sämtliche Inhaltsstoffe der Pflanze enthält und andererseits eine für die maximale Bioverfügbarkeit der Substanzen optimal geeignete Korngröße besitzt. Ebenso bemerkenswert – insbesondere vor dem Hintergrund der BSE-Krise – ist die Entwicklung einer Kapsel, die nicht aus tierischer Gelatine, sondern aus pflanzlicher Zellulose hergestellt wird.


Die Phönix SonnenStrom AG baut, vertreibt und installiert im gesamten Bundesgebiet erfolgreich Sonnenstrom-Anlagen aller Leistungsklassen. Umsätze erzielt das Unternehmen sowohl im Endkundenbereich als auch über Großprojekte, z.B. den Bau der mit 145 kW größten Sonnenstrom-Anlage Berlins.
Das aus der Phönix-Solarinitiative des Bundes für Energieverbraucher hervorgegangene Unternehmen konnte gleich zu Beginn seiner Tätigkeit über ein „Kapital” verfügen, das andere sich erst mühsam aufbauen müssen: ein bundesweites Vertriebsnetzwerk über die in der Phönix-Initiative verankerten Berater mit sechsjähriger Erfahrung in den Bereichen Einkauf, Beratung, Vertrieb und Installation insbesondere solarthermischer Anlagen.
Die SonnenStrom AG gehört zu den wenigen Anbietern in Deutschland, die trotz enormer Nachfrage im Wohnungsbau (»100.000 Dächer Programm«) kaum Lieferengpässe zu verzeichnen hatte. Während Solarmodule zugekauft werden, produziert Phönix die sog. Newtec Solardachziegel inzwischen selbst. Entscheidender Wettbewerbsvorteil der Newtec-Ziegel: es handelt sich um dachintegrierte Module mit einem für alle (!) Dachziegel kompatiblen Rahmen.


Die Entwicklungs- und Betreibergesellschaft zur Realisierung von
Windkraftprojekten EnergieKontor AG ist eine der Marktführerinnen im deutschen Windenergiesektor, mit zunehmender Expansion auf den europäischen Markt. Als Full-Service-Unternehmen betreut sie ihre Projekte nahezu komplett von der Flächenakquisition über Planung, Bau und Veräußerung bis hin zum Betrieb der Anlagen.
Darüber hinaus bietet sie auch Beteiligungen an den errichteten Windparks an (Vertrieb von Fondsanteilen). Schwerpunktmäßig zunächst
im deutschen Inland tätig, errichtet EnergieKontor zunehmend Windkraft-anlagen auch im europäischen Ausland, z.B. Großbritannien, Spanien, Portugal und Griechenland. Da EnergieKontor außerdem ein großes Potential für die Windenergienutzung auf dem Meer sieht, gilt ihre besondere Aufmerksamkeit der Entwicklung von Offshore-Anlagen, u.a. vor
der deutschen Nordseeküste. Neben genehmigungsrechtlichen Verfahren, sind naturschutzfachliche Aspekte zu klären und die Entwicklung des Fundamentstrukturbaus voranzutreiben. Zu diesem Zweck stellte EnergieKontor eigens ein Forschungsschiff in Dienst.
Die Fokussierung auf ihre Kernkompetenz Windkraft unterscheidet EnergieKontor wesentlich von den meisten deutschen Mitbewerbern.


»Der Welt beim Recyclen zu helfen« ist das Firmenziel von Tomra Systems. Sie baut und entwickelt Rücknahmeautomaten für Getränkeverpackungen, die einen hohen Wiederverwendungsgrad von PET- und Glasflaschen ermöglichen. Beeindruckend ist die eingesetzte Technologie: es handelt sich um sog. »erkennende Automaten«, die in der Lage sind, zurück-gegebene Flaschen selbständig zu unterscheiden und sogar defekte Behälter auszusortieren.
Als Komplettanbieterin im Verpackungsrücknahmegeschäft ist Tomra Weltmarktführer. An ihren Produktionsstandorten in Norwegen und Finnland hat Tomra Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 eingeführt. Modulare und somit langlebige Bauweise der Automaten sind dabei ebenso Kennzeichen der Produktion wie ökologische Beschaffungsrichtlinien und Einsparpotentiale beim Materialverbrauch und Transport.
Sämtliche MitarbeiterInnen nehmen an Umweltausbildungs- sowie weiteren Fortbildungsmaßnahmen teil. Außerdem bietet Tomra ihren Beschäftigten Gewinnbeteiligungen, Aktienbeteiligungsprogramme und eine betriebliche Altersversorgung.